Wenn es in Deutschland wirklich goße Finanzierungsrunden gibt, ist fast immer Rocket Internet dabei. Eine Studie zeigt den Anteil der Samwers und die Bedeutung von US-Investoren.

Zuletzt gab es weniger gute Nachrichten aus dem Hause Rocket: Der gerade angekündigte Börsengang von Hellofresh wurde schon wieder abgeblasen und auch der Börsenkurs ist nach kurzem Zwischenhoch schnell wieder eingebrochen. Doch auch damit dominiert die Samwer-Truppe mal wieder die Schlagzeilen.

Welch dominierende Rolle Rocket Internet in der deutschen Start-up-Szene spielt, zeigt auch eine neue Analyse von Barkow Consulting. Die Berater haben sich dafür alle Finanzierungsrunden seit 2012 mit einem Volumen von mindestens 50 Millionen Dollar angesehen. Das Ergebnis: An mehr als drei Viertel aller 23 Mega-Kapitalrunden war Rocket beteiligt.

„Ohne US-Investoren gäbe es kaum Mega-Finanzierungsrunden“

„Nach unserer Schätzung haben Mega-VC-Runden in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Dollar circa drei Viertel des gesamten VC-Finanzierungsvolumen in 2014 ausgemacht“, sagt Peter Barkow, Geschäftsführer von Barkow Consulting.

Verantwortlich sind vor allem US-Investoren: So gab es bei den 23 Runden insgesamt 31 Lead-Investoren (inklusive Mehrfachzählungen), in 21 Fällen stammte der Lead-Investor dabei aus den USA. „Ohne US-amerikanische Investoren gäbe es kaum eine Mega-VC-Finanzierungsrunde in Deutschland“ , konstatiert Barkow. „Rocket Internet ist in der Tat der einzige deutsche Investor, der in den letzten vier Jahren eine Mega-VC-Runde in Deutschland angeführt hat“.

German_Mega_Rounds