Der Erfolg von Koawach ließ nicht nur unsere Zahlen in die Höhe schnellen – auch die Gründer verzeichneten einen „genialen“ Ansturm.

Koachwach verkauft mit Koffein angereicherten Kakao – und nach einem Auftritt in der „Höhle der Löwen“ auch höchst erfolgreich. Die Sendung damals brachte Heiko Butz und Daniel Duarte ein Investment von Jochen Schweizer. Der Unternehmer war das Geld, das er in das Unternehmen steckte, fast egal – und so gingen 120.000 Euro auf das Firmenkonto gegen zehn Prozent der Anteile am Start-up. „Ich investiere in die beiden Gründer“, sagte der Unternehmer damals. Und die standen erst einmal vor der riesigen Herausforderung, den Ansturm auch zu bewältigen.

„Wir hatten alle Hände voll zu tun, um die Bestellungen von „Die Höhle der Löwen“ und dem Einzelhandel abarbeiten zu können, dazu kam die Vorbereitung von 15 Weihnachtsmärkten. Wir mussten unsere Logistik anpassen und sind immer noch dabei, unsere internen Systeme dem größeren Wachstum anzupassen“, sagt Kathrin Hoberg, die bei Koachwach für die Presse zuständig ist. „Der Ansturm war einfach genial, aber auch eine große Herausforderung.“ Mittlerweile ist das noch junge Start-up in über 750 Geschäften gelistet und der Umsatz liegt 2015 bei mehr als einer Million Euro.

Expansion für 2016 geplant

Damit soll es im kommenden Jahr auch weitergehen: 3000 Länden sind deutschlandweit angepeilt. „Außerdem wollen wir den Umsatz weiter erhöhen. Auch der Verkauf in den Nachbarländern wird 2016 ein Thema für uns sein“, sagt Hoberg.

Übrigens hieß das Unternehmen nicht immer Koawach: Da das Koffein aus Guarana stammt und die Rohstoffe fair gehandelt werden, hieß das Start-up erst Guafair. Die ersten 12.500 Euro brachte eine Crowdfunding-Kampagne ein.

Duarte und Butz kaufen ihre Rohstoffe beim Händler El Puente, der fair gehandelte Produkte aus Südamerika vertreibt und durch die World Fair Trade Organization zertifiziert ist. Für den Verkauf haben die Gründer deshalb auch eine direkte Handelspartnerschaft zu Guaranábauern in Brasilien aufgebaut, die dadurch eine sichere Einnahmequelle haben. Dass ihre Zutaten fair gehandelt sind, ist den Gründern wichtig. Und den Käufern offenbar auch.