Das Start-up Von Floerke erhielt in der „Höhle der Löwen“ am Dienstag viel Lob. Nun ist die Finanzierungsrunde abgeschlossen – und mehr Geld geflossen als geplant.

Wie unangenehm ein Besuch in der „Höhle der Löwen“ sein kann, haben schon viele Start-ups erfahren müssen – am Dienstag beispielsweise das Hamburger Start-up Spottster, das trotz eines guten Auftritts und viel positivem Feedback der Investoren kein Geld erhielt. Doch nicht für jedes Unternehmen verläuft die Sendung so enttäuschend. Für David Schirrmacher beispielsweise dürften am Dienstag in der „Höhle der Löwen“ die kühnsten Träume wahr geworden sein. Der Gründer des Accessoire-Start-ups Von Floerke konnte mit Frank Thelen, Vugal Öger und Judith Williams gleich drei der „Löwen“ für sich gewinnen – und hätte sogar noch ein Gegenangebot von Jochen Schweizer und Lencke Steiner erhalten.

Nun gibt der Jungunternehmer den Abschluss der Finanzierungsrunde mit seinen drei Wunschinvestoren bekannt. Die Summe liegt dabei höher als in der Sendung ausgemacht. Statt 100.000 Euro erhält Schirrmacher 180.000 Euro von den Geldgebern. Der Unternehmensanteil, den er an Von Floerke abgeben muss, bleibt aber mit einem Drittel gleich. Während 150.000 Euro direkt an das Unternehmen geflossen sind, bekommt das Start-up für die anderen 30.000 Euro TV-Spots bei Williams’ Teleshoppingsender HSE24 als Gegenleistung.

Zwei Nicht-„Löwen“ investieren auch

Der Bonner Gründer konnte zudem die KfW Bank und die Sparkasse Köln-Bonn als Investoren gewinnen. Sie schießen eine Summe von 100.000 Euro in das Unternehmen. Ob sie dafür auch Anteile an dem Mode-Start-up erhalten haben, ist nicht bekannt. Von Floerke will sich auf dem Markt der hochwertigen Accessoires einen Namen machen. Schirrmacher hat das Start-up im Dezember 2014 gegründet und verkauft unter dem Label Fliegen, Krawatten und Seidentücher. Durch die Finanzierung von Thelen, Williams und Öger wird das Start-up mit etwa 540.000 Euro bewertet.

In der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ präsentieren Start-ups ihre Ideen fünf Investoren. Nachdem die Gründer ihr Unternehmen vorgestellt haben, entscheiden die Geldgeber, ob und, falls ja, zu welchen Bedingungen sie investieren wollen. Eine Entscheidung über das Investment wird allerdings erst im Nachhinein getroffen. In der ersten Staffel kamen einige Deals nach der Sendung nicht zustande, das brachte dem Format viel Kritik ein. Der Vorwurf lautete, es seien lediglich Show-Abschlüsse gewesen. Experten und Zuschauer bemängeln auch die Höhe der Anteile, die die Investoren teils für vergleichsweise wenig Geld verlangen.