Vimcar hat einen Stecker entwickelt, der jede Autofahrt automatisch aufzeichnet und an eine Smartphone-App weiterleitet.

Von Jürgen Rees

Jede Fahrt einzeln notieren zu müssen, das gehört zu den Albträumen aller Dienstwagenbesitzer. Deshalb verzichten viele darauf, versteuern das Fahrzeug pauschal und schenken dem Finanzamt dadurch Geld. Das Berliner Start-up Vimcar hat einen Stecker plus App entwickelt, die wie ein digitales Fahrtenbuch arbeiten. Der Stecker, der einfach an die Fahrzeugelektronik angeschlossen werden kann, erfasst automatisch jede Fahrt mit Start- und Zieladresse sowie den gefahrenen Kilometern.

Ein GPS-Sensor und eine eingebaute SIM-Karte sorgen dafür, dass die Daten auf der Vimcar-App landen. Darin kann der Fahrer den Eintrag als privat oder dienstlich markieren. Für ein Jahresabo verlangt Vimcar knapp 200 Euro. Schon träumen die Berliner davon, dass ihr Set fester Bestandteil jedes Fahrzeugs wird. „Wir verhandeln mit Autobauern darüber, die Software direkt zu integrieren“, sagt Andreas Schneider, einer der Vimcar-Gründer.

Gründer: Andreas Schneider, Christian Siewek (jeweils Geschäftsführer), Lukas Weber
Gründung: 2013
Sitz: Berlin
Umsatz 2015: über eine Million Euro
Mitarbeiter: 20
Finanzierung: Business Angels, Privatinvestoren mit insgesamt siebenstelligem Betrag