Clue team

Das Team der Clue-App (Foto: Pressebild)

Clue: „Unsere App ist nicht pink“

Das Start-up Clue beschreibt sich als „digitale Gesundheitsplattform für Frauen“. Über die App des Berliner Unternehmens können Frauen ihren Zyklus verfolgen, um beispielsweise ihre Familienplanung besser betreiben zu können.

Die britische Ausgabe des Magazins „Wired“ hat Ihr Unternehmen unter die 100 heißesten europäischen Start-ups gewählt. Was macht Clue eigentlich so heiß?
Clue ist nicht nur Teil des bedeutenden Trends des Health-Trackings, sondern vor allem lösungsorientiert und fortschrittlich. Wir haben eine App entwickelt, die Nutzer mehr Kontrolle und so mehr Verständnis über ihren Zyklus und ihre Fruchtbarkeit gibt – und das wissenschaftlich fundiert und ohne die gängigen Klischees. Unsere App ist nicht pink. Wir nehmen unsere Nutzerinnen nämlich ernst, deshalb nehmen wir uns auch ihr Feedback zu Herzen. Im Grunde ist das auch einer der wichtigsten Aspekte, der uns wirklich heiß macht: dass wir unseren Nutzer das bestmögliche Erlebnis mit der Anwendung bieten möchten.

Nicht zum ersten Mal konzentriert sich ein Ranking ausschließlich auf die Start-up-Szene in der Hauptstadt. Was schätzen Sie an Berlin als Standort? Warum haben Sie sich für die Hauptstadt entschieden?
Berlin ist lebendig, international und am Puls der Zeit. Außerdem können wir hier Synergien nutzen und Netzwerke schaffen. Berlin war nicht nur naheliegend, weil wir hier leben, sondern vor allem, weil es ein spannender Ort ist, mit einer unvergleichbaren Offenheit für neue Ideen.

Auch wenn Berlin im Vergleich zu Metropolen wie London aufholt, bleibt Finanzierung ein schwieriges Thema. „Wenn die großen Checks geschrieben werden, dann in 99,9 Prozent der Fälle an nicht-deutsche Start-ups“, heißt es in der „Wired“. Würden Sie diesen Satz unterschreiben?
Finanzierung bleibt in Deutschland insgesamt ein schwieriges Thema. Aber wir sind hoffnungsvoll. Neue Märkte, neue Produkte und neue Geschäftsmodelle brauchen hierzulande immer etwas länger, um sich zu etablieren. Aber Berlin ist als Wirtschafts- und Start-up-Standort viel zu wichtig und wird immer wichtiger. Diesen Trend dürfen Investoren nicht verschlafen und das werden sie auch nicht.

Was planen Sie für die Zukunft? Oder um es mit den Worten der „Wired“ zu fragen: Was wird Ihr Start-up in Zukunft noch heißer machen?
Wir sind stets bemüht, Clue besser zu machen: in der Anwendung und auch als Idee. Deshalb arbeiten wir entlang von Nutzer-Feedback daran, die Benutzerfreundlichkeit zu optimieren. Unsere Mission geht aber viel weiter: Wir möchten das Thema Menstruation enttabuisieren, Nutzerinnen ein Verständnis für ihre biologischen Prozesse vermitteln und sie so stärken. Das ist wichtig und geht über die bloße Technologie hinaus. Diese Idee macht Clue nachhaltig und deswegen ist unsere Anwendung ein Produkt, das Zukunft hat.