Die Webseite von GoButler.  (Foto: Screenshot/GoButler)

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GoButler: „Es ist klar, dass die Antwort Berlin ist!“

Der Service von GoButler soll das Leben so einfach wie möglich machen. Per SMS können Kunden ihre Wünsche – von der Flugbuchung bis zur Essensbestellung – senden. Das Start-up hat bisher weniger mit seinem Service als mit prominenten Investoren wie Joko Winterscheidt und Ashton Kutcher auf sich aufmerksam gemacht.

Die britische Ausgabe des Magazins „Wired“ hat Ihr Unternehmen unter die 100 heißesten europäischen Start-ups gewählt. Was macht GoButler eigentlich so heiß?
Navid Hadzaad: Wir lösen ein wirkliches Problem – wir machen den Zugang zu sämtlichen Produkten, Dienstleistungen und Informationen im Internet deutlich einfacher und stoßen auf ein riesiges Kundeninteresse. Der Markt für GoButler ist riesig: Wir sind eine Art Amazon für Services, mit einem revolutionären User Interface.

Nicht zum ersten Mal konzentriert sich ein Ranking ausschließlich auf die Start-up-Szene in der Hauptstadt. Was schätzt GoButler an Berlin als Standort? Warum haben Sie sich für die Hauptstadt entschieden?
Ich sehe Berlin in Europa als die Nummer eins – in den letzten Jahren hat sich Berlin rasant entwickelt und ganz klar als eine Start-up-Metropole etabliert, natürlich auch geprägt von Rocket Internet. Berlin ist hip und hat eine enorme Anziehungskraft. Der Zugang zu Top-Talenten, die unbedingt nach Berlin und in die Start-up-Branche wollen (und dafür auch einen Pay-Cut hinnehmen) ist wohl der Faktor Nummer eins. Aber, um ehrlich zu sein: Wenn man heutzutage in Europa ein Start-up gründen will, stellt sich die Frage eigentlich gar nicht, wo man anfängt. Es ist klar, dass Berlin die Antwort ist!

Auch wenn Berlin im Vergleich zu Metropolen wie London aufholt, bleibt Finanzierung ein schwieriges Thema. „Wenn die großen Checks geschrieben werden, dann in 99,9 Prozent der Fälle an nicht-deutsche Start-ups“, heißt es in der „Wired“. GoButler hatte bislang keine Probleme mit der Finanzierung. Warum nicht?
Natürlich hilft uns der Fokus auf die USA, wo wir auch unser Headquarter in New York City haben. Wir sehen uns auch nicht als deutsches, sondern als internationales Start-up, mit einem Footprint in Nordamerika und Europa. Weltweit liegen San Francisco und New York natürlich vorne – das ist ein unfairer Vergleich. Die Gründungs- und Investmentkultur in den USA ist deutlich weiter fortgeschritten.

Was planen Sie für die Zukunft? Oder um es mit den Worten der „Wired“ zu fragen: Was wird Ihr Start-up in Zukunft noch heißer machen?
Wir wollen weiter wachsen und Kunden einer super Erfahrung mit dem Service bieten. Ein Großteil des Investments geht natürlich in die Technologie – da haben wir noch einiges vor, um GoButler weiter als „Convenience Layer“ zu etablieren.