Bei der Präsentation seiner Zahlen hat Rocket Internet erneut steigende Umsätze, aber auch Verluste gemeldet. Was noch wichtig war.

Eine schlechte Nachricht gibt es von Helpling: Das Start-up entlässt 20 Prozent seiner Belegschaft in vier Ländern – innerhalb von 18 Monaten. Der Putzvermittlungsdienst zieht sich aus Brasilien, Schweden, Spanien und Kanada zurück, gehen müssen aber auch Mitarbeiter aus anderen Ländern.  „Die Restrukturierung betrifft nicht nur Mitarbeiter aus den jeweiligen Ländern, sondern aus der gesamten Organisation“, sagte Gründer Benedikt Franke der Gründerszene. Das passt so gar nicht zu der Expansionsstrategie, die das Start-up in den vergangenen Monat vorangetrieben hat. Zuletzt wurde der britische Konkurrent Hassle übernommen. Die Berliner sollen für den Konkurrenten 32 Millionen Euro hingeblättert haben, berichtet das Onlineportal „Tech.eu“ damals. „Unser Ziel ist es, in unseren etablierten Märkten die klare Nummer eins zu sein“, so der Helpling-Chef damals auf Nachfrage.

Und noch eine weitere Nachricht aus dem Hause Rocket Internet: Am Mittwoch meldete der Inkubator erneut steigende Umsätze, aber auch steigende Verluste für seine Start-ups. Trotzdem bleibt Rocket Internet optimistisch. Die Nachricht waren aber gar nicht die Zahlen, sondern neun Ziele, die sich die Samwer-Brüder gesteckt haben: Neben Versprechen wie mehr Transparenz versicherte Rocket Internet auch, dass der Verlust-Zenit der sogenannten „Proven Winners“ in diesem Jahr erreicht wird und, dass drei Start-ups binnen der nächsten 24 Monate die schwarze Null erreichen würden. Wahrscheinlich werden künftig noch weitere Start-ups von Rocket den Titel “Einhörner” tragen, also mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet sein, bislang sind das Home24, Delivery Hero, Hello Fresh und Rocket Internet selbst.