Das Hamburger Start-up Rebelle erhält eine mittlere Millionensumme für das weitere Wachstum. Im Fokus des Second-Hand-Webshops: die Internationalisierung.

Für seine Anschlussfinanzierung hat das Hamburger Start-up Rebelle einen mittleren Millionenbetrag eingesammelt. Das gab der Onlinehändler für Second-Hand-Mode am Montag bekannt. Für seine Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen zwei neue Investoren gewinnen: die dänische Gesellschaft North-East Venture A/S und die Deutsche Balaton AG. Auch die bisherigen Gesellschafter – der High-Tech Gründerfonds, die HCS Beteiligungsgesellschaft, Hanse Ventures sowie einige Privatinvestoren – steckten erneut Geld in das Start-up.

„Mit dem zusätzlichen Kapital können wir das Wachstumstempo deutlich beschleunigen“, sagte Gründerin und Geschäftsführeren Cécile Gaulke einer Mitteilung zufolge. Sie hatte Rebelle Anfang 2013 gemeinsam mit Max Schönemann und Hanse Ventures gegründet, inzwischen hat das Unternehmen 50 Mitarbeiter. Nun will die Geschäftsführerin die Internationalisierung des Webshops vorantreiben. Mit der frischen Finanzspritze könne Rebelle „in attraktive Auslandsmärkte expandieren“, so Gaulke. Schon jetzt agiert Rebelle in 28 Ländern.

Schlechtes Jahr für Modehandel insgesamt

Bereits bei der ersten Wachstumsfinanzierung sammelte Rebelle einen mittleren Millionenbetrag ein. Im August vergangenen Jahres übernahm das Unternehmen den Münchner Wettbewerber Glamloop. Nach Angaben des Hamburger Start-ups wurden bisher mehr als 20.000 Artikel von mehr als 600 Designermarken über die eigene Plattform angeboten. Rebelle setzt im Second-Hand-Segment gezielt auf bekannte Marken.

Der Modehandel via Internet gehört nach wie vor zu einem der beliebtesten Start-up-Segmente. Dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel zufolge war Kleidung 2014 die beliebteste Warengruppe – vor Unterhaltungselektronik, Büchern und Schuhen: Der E-Commerce kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von fast 42 Milliarden Euro, Kleidung machte davon mit Erlösen in Höhe von knapp zwölf Milliarden Euro mehr als ein Viertel aus. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum merklich, da der Modehandel insgesamt ein schlechtes Jahr zu verzeichnen hatte.