Mit der QLearning-App können sich Studenten auf Prüfungen vorbereiten und nun auch selbst eigene Materialien erstellen und teilen. Zudem steigt der HTGF bei den Berlinern ein.

Aus dem Ärger über das Material zur Klausurvorbereitung an der Uni von Korbinian Weisser entstand sein Start-up. Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Felix Klühr hatte der angehende Betriebswirt eigene Tests zum Üben entworfen. „Es wäre schade um die Arbeit, wenn die nach uns keiner weiternutzt“, sagte sich Weisser. Nach dem Uni-Abschluss gründeten sie daher das Start-up QLearning.

Sie bieten eine App, die Studenten Multiple-Choice-Tests und andere Materialien zur Prüfungsvorbereitung anbietet. Die Inhalte sind auf spezifische Kurse zugeschnitten und wurden bislang von Studenten erstellt, die diese erfolgreich absolviert haben.

Doch nun machen sie den nächsten Schritt und bieten eine Online-Plattform an, mit der jeder Student Lernmaterialien in Form von Karteikarten und Übungsfragen erstellen kann. Diese können bei Bedarf anderen Nutzern zugänglich gemacht werden, man kann auf Lerninhalte von Kommilitonen zugreifen und diese bewerten. „Die Idee einer Plattform für alle Studenten existiert bereits seit Unternehmensstart“, sagt Klühr. Zudem hätten viele der inzwischen 80 000 Nutzer diesen Wunsch geäußert.

Zudem hat das Berliner Start-up noch einen prominenten Geldgeber gewonnen: Der High-Tech Gründerfonds beteiligt sich an QLearning. Das Investment ist Teil einer bereits im Januar erfolgten Finanzierungsrunde im niedrigen siebenstelligen Bereich. Zu den weiteren Investoren gehören die IBB Beteiligungsgesellschaft, der Münchner Risikokapitalgeber Senovo und Altinvestoren wie der Telekom-Inkubator Hubraum.

QLearning war Ende 2013 im Hubraum gestartet worden. Geld verdient QLearning mit Werbung von Unternehmen wie Deloitte, Roland Berger, Bain & Company oder Rewe.