Bekannte Unternehmen aus der Modebranche nutzen die Layout-Software des Start-up Styla. Nun erhalten die Gründer 2,5 Millionen Euro von namhaften Investoren.

Philipp Rogge und Franz Riedl wollen mit der Software ihres Start-ups Styla Layouter und Designer überflüssig machen. „Jeder Praktikant kann damit mit ein paar Klicks ein hochwertiges Online-Magazin erstellen“, sagt Rogge. Genutzt wird sie derzeit vor allem im Modebereich. Das 2012 gegründet Unternehmen hat im Vorjahr namhafte Kunden davon überzeugt: Die RTL-Gruppe hat damit das Fashion-Blog-Portal Blogwalk gestaltet oder das Frauenmagazin Grazia den eigenen Mode-Shop. Auch die Zalando-Schwestern Zalora und Lamoda, Outfittery oder das Jeanslabel Mavi greifen auf Styla zurück.

Nun konnten die Berliner auch prominente Investoren gewinnen. 2,5 Millionen Euro sammelten sie in der Seed-Runde ein, die von Redalpine Venture Partners Seed-Finanzierung angeführt wurde. Die Schweizer haben auch schon unter anderem in das Fintech-Start-up Number26 und Juniqe investiert. Weitere Geldgeber sind Cherry Ventures, der Fond der Zalando, Groupon und Quandoo-Gründer und Christophe Maires Atlantic Labs, die Styla bislang schon als Business Angel finanziert hatten.

Neu hinzugekommen ist die Groupe Arnault, Mehrheitseigner des Luxusmarkenkonglomerats  LVMH. Vor allem dessen Modemarken wie Louis Vuitton, Dior oder Fendi wären natürlich auch als Kunden interessant. „Dazu finden derzeit Gespräche statt“, sagt Rogge, „Das ist sicher auch ein Hintergrund der Beteiligung.“

Bei den Referenzkunden sei die Conversion Rate, also der Anteil der kaufenden Nutzer, um mehr als ein Drittel gestiegen, wie das Unternehmen mitteilt. Seine Dienstleistung lässt sich Styla entsprechend vergüten: Die monatliche Nutzung der Software kostet in der Regel zwischen 1000 und 2000 Euro, bei großen Aufträgen sind sogar fünfstellige Summen fällig. Dafür gibt es dann aber auch umfangreiche Funktionen, bis hin zur Einbindung einer eigenen Community. Durch das Mietmodell sichert sich Styla regelmäßige Einnahmen. „2014 haben wir eine halbe Million Umsatz erzielt“, sagt Rogge. In diesem Jahr peilt er mindestens eine Million an.