Und sie nutzten die Aufmerksamkeit vor allem, um Sympathien zu sammeln. Samwer hatte die Lacher auf seiner Seite, als er sagte, sein Hauptjob sei es, mit der Lufthansa zu fliegen. Eric Schmidt punktete mit witzigen Formulierungen, als er das fahrerlose Auto von Google vorstellte. Bei dem Thema Verkehrstote, deren Anzahl in den USA deutlich über der in Deutschland liegt, sagte der Google-Chairman: „Ihr macht es im Bereich Trinken besser als wir – schockierend!“

„Etwas besser machen als alle anderen“

Anders als die alteingesessen Dax-Konzerne schafften es die jungen Unternehmen, nicht nur die eigenen Probleme darzulegen, sondern sich als Arbeitgeber zu positionieren. Sie machten Angebote, sie umwarben die Start-ups. Oliver Samwer erklärte, Rocket wolle Start-ups immer selbst mitaufbauen. Eric Schmidt sprach die Start-ups gezielt an, er sagte klar, dass Google technikbasierte Gründer suche, die „etwas besser machen als alle anderen“. Und das kam auch im Publikum an.

Denn wenn es um das nächste Google geht, bleibt am Ende die Frage, ob es wirklich ein nächstes Google geben kann. Eric Schmidt verdeutlichte mit seinem Vortrag eines: Der als Suchmaschine gestartete Konzern wird mit in die Zukunftsmärkte gehen, und er wird nicht ein Nachzügler sein, sondern ein „First Mover“. Damit ist er den Start-ups und Großkonzernen schon jetzt einen riesigen Schritt voraus.