Immer mehr Start-ups entdecken die Umzugsbranche – oder werden entdeckt. Zum wiederholten Mal bekommt Movinga eine hohe Finanzierungspritze.

Das Umzugsstart-up Movinga hat erneut einen hohen Betrag eingesammelt; es war bereits die dritte Finanzierungsrunde, die das erst ein Jahr alte Start-up einsammeln konnte. Nun investiert der VC Index Ventures zusammen mit Altinvestoren 25 Millionen Euro in das Unternehmen. Zuvor waren bereits Earlybird Venture Capital mit einem siebenstelligem Betrag und der Global Founders Capital eingestiegen. Mit dem Geld wollte Movinga im Winter 2015 nach Italien, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und nach Skandinavien expandieren, allerdings gab es dazu bislang keine weiteren Meldungen. Schon jetzt hält das Start-up nach eigener Aussage die Marktführerschaft in fünf Ländern, darunter Großbritannien, Österreich und die Schweiz.

Das Start-up Movinga wurde erst im Januar 2015 gegründet und konnte nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Million Kartons bewegen und einen achtstelligen Umsatz erwirtschaften. Für Movinga arbeiten knapp 200 Mitarbeiter.

Es ist allerdings nicht das einzige Unternehmen auf dem Markt: Erst Anfang August gründeten Carsten Bild und Maximilian Lanig das Start-up Movago – ebenfalls in Berlin. Mitte August folgte die erste Finanzierungsrunde, die übrigens fast zeitgleich mit der von Movinga bekannt gegeben wurde. Die Gemeinsamkeit: Beide Start-ups reichen über ihre Plattform Umzugsaufträge an Partnerunternehmen weiter – und konkurrieren auf den gleichen Märkten. Mehr als neun Millionen Bundesbürger ziehen jedes Jahr um, so eine Studie der Umzug AG, einem Institut für Umzugsmarktanalysen. Fast sieben Milliarden Euro geben sie dabei für umzugsnahe Kosten aus.