Die Dmexco in Köln, Women in E-Commerce in Berlin: Das waren nur zwei Veranstaltungen, auf denen sich die Szene in dieser Woche getroffen hat.

Für eines der Rocket-Internet-Start-ups wird es wohl bald an die Börse gehen – das sagen zumindest die Gerüchte. Hellofresh hat in einer neuen Finanzierungsrunde 75 Millionen Euro eingesammelt und wird nun mit 2,6 Milliarden Euro bewertet. Gerüchte um einen Börsengang gab es bereits im August: Damals hieß es, dass das Kochboxen-Start-up die US-Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs mit den Vorbereitungen für die Emission beauftragt habe. Hellofresh ist ein Online-Lieferservice. Das 2011 gegründete Start-up verschickt Rezeptboxen, in denen sich nicht nur die Kochanweisung, sondern auch die Zutaten für das jeweilige Gericht finden – und liefert nach Deutschland, Österreich, die Niederlande, Belgien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Australien.

Für ein anderes Rocket-Start-up sah es in dieser Woche nicht ganz so gut aus: Erst im April war der Inkubator beim Restaurant-Logistikdienst Foodora eingestiegen. Das wird nun an Delivery Hero verkauft – und damit wohl in deren Portfolio eingegliedert. Hintergrund der Übernahme dürften vor allem Synergieüberlegungen für das Rocket-Lieferdienstgeschäft sein, wie die „Gründerszene“ exklusiv berichtet.

Gute Nachrichten gab es diese Woche immerhin aus der Politik: Am Mittwoch hat die Bundesregierung das Anti-Angel-Gesetz gestoppt, auch nach dem es von 30 deutschen Start-ups einen Protestbrief an Angela Merkel gegeben hatte. Beerdigt wurde es dann in der von der Bundesregierung verabschiedeten Eckpunktepapier Wagniskapital. Unter dem Punkt „Innovative Unternehmen von einer Streubesitzbesteuerung ausnehmen“ heißt es: „Wir werden in jedem Fall sicherstellen, dass für die Finanzierung von jungen innovativen Unternehmen keine neuen Belastungen entstehen.“