Und waren die Verhandlungen mit diesem Partner erfolgreich?

Es wird dazu in den kommenden Wochen noch weitere Veränderungen geben, aber noch wollen wir nicht mehr sagen.

Warum sind Sie dann überhaupt in die Höhle der Löwen gegangen?

Wir haben keine Punkte gefunden, die für uns dagegen gesprochen haben – und das schlimmste, was uns hätte passieren können, war mehr Öffentlichkeit für unsere App. Und damit sind wir ohnehin schon erfolgreich. Math42 gibt es mittlerweile seit 2013 und hat bereits über 1.000.000 Nutzer weltweit. Trotzdem waren wir vor der Ausstrahlung schon mächtig nervös, schließlich wussten wir nicht, wie unser Auftritt zusammengeschnitten wird. Wir waren mehr als drei Stunden in der „Höhle der Löwen“ und der Schnitt konnte uns entweder extrem gut oder extrem schlecht aussehen lassen.

Mit der App haben Sie aber offenbar einen Nerv getroffen – zumindest bei den Schülern, die Nachhilfe brauchen. Wie geht es jetzt weiter?

Am Montag ist Math42 2.0 erschienen, die nicht mehr nur Schulwissen lehrt, sondern auch von Studierenden genutzt werden kann. Außerdem wird die App jetzt auch auf Russisch und besonders Chinesisch verfügbar sein. Wir sehen in Asien einfach einen enormen Markt: Denn während in Deutschland durchschnittlich „nur” 200 Euro pro Schüler pro Jahr für Mathenachhilfe ausgegeben wird, sind es etwa in Südkorea 2500 Euro.

Herr Nitsche, vielen Dank für das Interview.