Wie haben die „Löwen“ auf Ihre Forderung reagiert?

Erstmal gab es lange Gesichter: Sie hatten aber so etwas auch noch nicht erlebt. Wir waren gleichzeitig die jüngsten Gründer, die es je in der Sendung gab, und die, die die höchste Forderung gestellt haben. Wir hatten ein bisschen auf Jochen Schweitzer, Frank Thelen und Judith Williams gehofft, die strategisch gut zu uns gepasst hätten. Aber dazu ist es nun ohnehin nicht gekommen.

Was die Zuschauer nach dem Schnitt nicht mehr gesehen haben: Sie haben das Angebot abgelehnt – und ein Gegenangebot gemacht, warum?

Das Angebot war sehr dreist – und mit diversen Nebenkonditionen verbunden. Am schlimmsten war das sogenannte “Vesting”: Deine Anteile werden beim Investment von der Gesellschaft erst einmal eingezogen und dir dann über die Jahre Stück für Stück wiedergegeben. Wenn du aber aus irgendeinem Grund die Firma verlässt – weil du zum Beispiel anhand einer suspekten Begründung gefeuert wirst — verlierst du alle Anteile, die dir noch nicht übermittelt wurden, am Anfang aber deine waren.

Das kann in bestimmten Situationen Sinn ergeben, aber nicht wenn man bereits fünf Jahre an etwas arbeitet. Jeder der nur ein bisschen etwas von Businessplänen und dem Markt versteht, musste das ablehnen. Außerdem waren wir ohnehin in Verhandlungen mit einem anderen Partner, so dass wir uns nicht auf das doch sehr schlechte Angebot einlassen mussten.