Carsten Maschmeyer bleibt sich treu und spricht nach seinem Engagement mit der Boulevardpresse. Ob es seine Aufgabe ist, Glamour in die Sendung zu bringen?

Die deutschen Start-ups haben im vergangenen Jahr – laut einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young – eine Rekordsumme von knapp 3,1 Milliarden Euro eingesammelt – doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Besonderheit: Viele Investitionen kamen aus dem Ausland. Darin zeigt sich, dass die deutschen Ideen im Ausland wahrgenommen werden. Erfolgreiche Übernahmen wie der Kauf der Devisenhandelsplattform 360T durch die Deutsche Börse oder der Berliner 6Wunderkinder durch Microsoft hätten den Investitionsboom zusätzlich befeuert, heißt es in der Studie.

“Wir dürfen uns nicht auf dem guten Jahr ausruhen,” sagte Michael Schefczyk diese Woche im WirtschaftsWoche-Gründer-Interview. Lobt aber auch, drei Bereiche besonders, für die es auch in diesem Jahr gut weitergehen wird: “Life-Science, Hightech und Digitalwirtschaft haben sich in den letzten fünf, sechs Jahren etabliert, ich glaube da herrscht eine gewisse Stabilität. Wenn ich bei irgendwas einen Aufschwung sehe, dann sind das die Fin-Tech-Unternehmen – quasi als Nebenzweig der Digitalwirtschaft.” Wer sich in jedem Falle strecken muss, ist Rocket Internet. Aus dem Inkubator kommen derzeit eher schlechte Nachrichten: Obwohl er im vergangenen Jahr auch Millionen eingesammelt hat, verabschiedet sich nach und nach das Führungspersonal, der Aktienkurs ist im Keller und ein Börsengang musste ganz abgesagt werden. Aber den Samwers fällt bestimmt ein, wie sie sich aus diesem Tief befreien können.

Seit einiger Zeit spielt auch Carsten Maschmeyer auf dem Gründungsmarkt mit. Zukünftig wird er das noch deutlich offensiver machen. In der neuen Staffel der Höhle der Löwen, die ab Sommer ausgestrahlt werden soll, wird er neben Frank Thelen und Jochen Schweizer in der Jury sitzen. Ob sich der Sender damit einen Gefallen getan hat? Aber Carsten Maschmeyer geht schon jetzt voll in seiner Rolle auf – und spricht erst einmal mit der Boulevardpresse. Der Gala sagte er, dass er ain der Sendung “authentisch” bleiben möchte.  “Ich muss ja nicht wie meine Frau in andere Rollen schlüpfen”, sagte der Ehemann von Schauspielerin Veronica Ferres. Sorgen macht er sich aber keine: “Meine Tipps sollen sie ermutigen und nicht demotivieren”, sagt er dem Blatt.

Am Freitag gab es von der German Startups Group gute Nachrichten: Sie investierte einen Millionenbetrag in fünf Start-ups, darunter das Berliner Start-up Senic und das Kölner Start-up Armedangels. Gute Nachrichten sind nach dem abgeblasenen und dann nachgeholten Börsengang auch dringend nötig.