In Berlin wird alle zwölf Stunden ein neues Start-up gegründet: Der RBB begibt sich auf eine Reise durch die Start-up-Szene – mit Überraschungen. Eine TV-Kritik.

Es ist die zweite Reise, die Chris Guse in „Made in Berlin“ durch die Berliner Start-up-Szene unternimmt, schon im vergangenen Jahr stellte er vielversprechende Erfindungen, Dienstleistungen und ihre Macher in Berlin vor. Und der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat eine gute Entscheidung damit getroffen, ihn auch in diesem Jahr wieder auf Entdeckungstour zu schicken. Am Mittwochabend startete die Reise durch die Berliner Start-up-Szene. Die Sendung ist kurzweilig, teilweise folgen Bilder aber zu schnell nacheinander. Ein bisschen mehr Ruhe in den 30 Minuten würde der Serie sicher gut tun.

In der ersten Folge hetzt der Zuschauer zusammen mit Moderator Guse zunächst zur Online-Plattform Leinentausch, über die Hundebesitzer einen Betreuer für ein paar Stunden, einen Tag oder die ganzen Ferien finden können oder eben ein Hundesitter den passenden Hund. Im August 2013 gründete Vanessa Lewerenz-Bourmer das Start-up, mittlerweile sind mehr als 7000 Hunde auf der Plattform gelistet – Tendenz steigend. Denn sie bietet Service: So werden etwa die Tierarztkosten bis zu 1500 Euro übernommen, sollte dem Tier beim Hundesitter etwas passieren.

Auch wird der „Aufpasser“ zuvor einem Auswahltest unterzogen, auch für Tiere gibt es einen ausführlichen Steckbrief. Moderator Gruse besucht dabei nicht nur das Start-up, sondern spricht auch mit Hundesittern – und Menschen, die ihre Hunde über „Leinentausch“ vermitteln lassen. Vanessa Lewerenz-Bourmer spricht aber auch über Ängste und Sorgen: So behalte die Plattform eine Vermittlungsgebühr von 15 Prozent ein, was dazu führen könne, dass Hundebesitzer und der Sitter sich danach problemlos privat verabreden könnten – vielleicht zu besseren Konditionen.