Mit seiner Softwareplattform hat das Bonner Start-up LeanIX nicht nur Großkonzerne wie DHL oder RWE überzeugt – sondern nun auch neue Investoren.

Von der Post zum Start-up: Jörg Beyer hat jahrelang als globaler IT-Leiter bei der DHL gearbeitet. Vor drei Jahren ist er zusammen mit André Christ unter die Gründer gegangen, um ein Tool zu entwickeln, das ihm bei seiner Arbeit immer fehlte.  Mit dem Start-up LeanIX  konnten sie nun in einer ersten Finanzierungsrunde 2,2 Millionen Euro für das Wachstum einsammeln.

Produktentwicklung selbst finanziert

Die Produktentwicklung hat LeanIX noch selbst finanziert. Nun hat das Bonner Start-up zwei Investoren von seiner Idee überzeugen können: Capnamic Ventures und Iris Capital unterstützen die weitere Expansion von LeanIX. Beide Investoren halten unter anderem Beteiligungen an dem Youtuber-Netzwerk Mediakraft und dem Online-Preisvergleich HappyCar. Mit dem frischen Kapital will das Team um Beyer Vertrieb, Marketing und Entwicklung ausbauen.

Bei LeanIX handelt es sich um eine Plattform, die Unternehmen dabei hilft, neue Vertriebskanäle oder Produkte an die bereits bestehende IT anzupassen. Wenn ein Betrieb zum Beispiel einen neuen Web-Shop oder eine Mobile App einführen will, soll LeanIX das unterschiedliche IT-Know-how in einem Betrieb zusammenbringen und grafisch abbilden. Enterprise Architecture Management – kurz EAM – nennt sich das. Die Plattform funktioniert als Software-as-a-Service-Produkt in der Cloud. Unternehmen wie Axel Springer, DHL und RWE nutzen den Dienst  bereits.

Die Software-Branche ist eine der derzeit boomenden Bereiche in der Start-up-Szene.