Das Jahr neigt sich dem Ende. Wir zeigen, welche Start-ups aufgeben mussten. Unser Jahresrückblick.

Dieses Jahr gab es viele Erfolgsmeldungen, wie jüngst das Beispiel Goeuro zeigte, die 45 Millionen US-Dollar von namenhaften Investoren einsammelten. Für andere Start-ups hingegen gab es dieses Jahr keinen Grund zum Jubeln, denn sie scheiterten krachend im Markt. Scheitern ist im Jahr 2015 sicherlich weniger dramatisch als zehn Jahr zuvor, doch bis zur allgemeinen Akzeptanz ist es noch ein weiter Weg.

Die Art und Weise, wie die Start-ups ihr Ende kommunizieren, ist unterschiedlich. Die Macher vom Bastelkisten Start-up Tollabox informierten ihre Nutzer und Investoren proaktiv über die Gründe für den Misserfolg und ernteten dafür laut eigenen Angaben überwiegend positives Feedback, obwohl sie insgesamt rund zwei Millionen Euro verbrannten. „Für uns überraschend haben weniger als ein Prozent der Investoren verärgert reagiert, darunter ein Angel. Vorherrschende Reaktion war ‘Schade um die schöne Idee, aber ihr habt es wenigstens versucht’“, sagt Co-Gründer Oliver Beste.

Andere Start-ups versuchten über einen Verkauf leise von der Bildfläche zu verschwinden. Wird bei der Veräußerung kein Preis kommuniziert, kann man nur mutmaßen, aber ein Scheitern liegt nahe. Denn Start-ups zelebrieren für gewöhnlich die kleinste Erfolgsmeldung. Welche skurrilen Ausmaße das annehmen kann, zeigten die Kollegen von Handelsblatt Online, indem sie eine unterhaltsame Übersetzungshilfe für eine Start-up-Pressemitteilung gaben.

Auf den folgenden Seiten stellen wir eine Auswahl von Start-ups vor, die dieses Jahr scheiterten.