In der „Höhle der Löwen“ hat Vural Öger Start-ups unterstützt. Nun muss er mit seinem eigenen Unternehmen Insolvenz anmelden – auch aus dem Fernsehen zieht er sich zurück.

Der Hamburger Reiseunternehmer Vural Öger muss Insolvenz anmelden. Nach dem er Öger Tours schon 2010 an Thomas Cook verkauft hat, hatte ihn noch einmal die Lust zum Gründen gepackt – und baute gemeinsam mit seiner Tochter die Nachfolgefirma V.Ö. Travel auf. Mit dieser ist er nun gescheitert.

„Wir mussten zuletzt jede Reise subventionieren“, sagte Öger dem „Hamburger Abendblatt“, das als erstes über den Insolvenzantrag berichtete. Von der Pleite sind 18 Mitarbeiter betroffen. „Der Abschuss des russischen Flugzeugs hat das Geschäft dann endgültig ruiniert. Der Konflikt zwischen Putin und Erdogan hat viele touristische Opfer verursacht: Der gesamte Tourismus im Raum Antalya leidet an den Folgen“, sagte Öger der Hamburger Zeitung.

Die Insolvenz hat auch Folgen für sein Engagement bei der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Vural Öger will sich als Investor dort zurückziehen. Für die dritte Staffel, die für 2016 geplant ist, werde er nicht mehr in der Jury sitzen, bestätigte er dem Hamburger Abendblatt. Er wolle sich zunächst eine Auszeit gönnen. Das gilt offenbar auch für seine Mediennutzung: Seinen Twitter-Account, mit dem er die Folgen der „Höhle der Löwen“ immer intensiv begleitet hat, gibt es nicht mehr.