Die German Start-ups Group wagt sich auf das Börsenparkett. Der Investor will damit Geld für künftige Start-up-Beteiligungen einsammeln. In einem Punkt ähnelt der Börsengang dem von Rocket Internet.

Der Börsenboom in der Start-up-Szene geht weiter: Nun strebt auch die German Start-ups Group auf das Frankfurter Parkett. Das gab die Beteiligungsgesellschaft am Montag bekannt. Demnach werden die Altaktionäre keine Wertpapiere verkaufen.

Eine Einschränkung, in der der Börsengang der German Start-ups Group dem IPO von Rocket Internet ähnelt, gibt es allerdings: Die Beteiligungsgesellschaft will seine Aktien genau wie der Samwer-Inkubator im weniger stark regulierten Entry Standard statt im Prime Standard. anbieten.

Die Ziele, die die Unternehmensgruppe mit ihrem Sprung auf das Börsenparkett erreichen will, sind ambitioniert: „Die German Start-ups Group will mit dem geplanten Börsengang Investoren den Zugang zur Asset-Klasse ‚Deutsche Start-ups‘ eröffnen“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

„Viel Potenzial in deutschen Start-ups“

Die German Start-ups Group folgt mit dem Schritt auf den Wertpapiermarkt einem derzeitigen Trend: Im vergangenen Jahr wagten sich bereits Rocket Internet und Zalando an die Börse, in diesem Jahr traute sich auch das Onlineportal Windeln.de. Die German Start-ups Group zieht daraus das Fazit: „Die Börsengänge und Milliardenexits wie die von Hybris oder Teamviewer im vergangenen Jahr haben gezeigt, wie viel Potenzial in deutschen Start-ups steckt“, sagte Gründer Christoph Gerlinger dem „Handelsblatt“. Wann genau die German Start-ups Group an die Börse gehen will, verriet sie nicht.

Gerlinger gründete die German Start-ups Group vor drei Jahren. 2014 erzielte das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 1,4 Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe hält derzeit Anteile an 40 aufstrebenden Firmen wie dem Lieferdienst Delivery Hero und dem Online-Kunsthändler Juniqe. Das Geld aus dem Börsengang will der Berliner Investor in den kommenden zwei Jahren vor allem in neue Start-up-Beteiligungen stecken. Die Gruppe will künftig „verstärkt auch Mehrheitsbeteiligungen erwerben“, hieß es laut Mitteilung.