Investor Frank Thelen sprach auf dem Cloud-Unternehmertag über die Motivation für sein Engagement in der Höhle der Löwen – und weitere Pläne.

Mehr Präsenz im Fernsehen bringt mehr Akzeptanz für Gründer: So begründete Unternehmer und Investor Frank Thelen am Mittwoch auf dem Cloud-Unternehmertag in Bonn sein Engagement als Juror bei der TV-Show “Die Höhle der Löwen”. In wenigen Tagen sollen die ersten Dreharbeiten für die neue Sendungen beginnen, die wahrscheinlich ab Herbst zu sehen sein werden. In der vergangenen Woche wurde die Sendung mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Trotz der öffentlichen Diskussion um den Neu-Juror Carsten Maschmeyer ist Thelen optimistisch: “Wir sind sowohl auf der Fernsehseite als auch auf der Unternehmerseite angekommen.”

Thelen zur Telekom?

Mit der steigenden TV-Präsenz des Gründerthemas hofft der 40-Jährige auch, das Bewusstsein für eine Unternehmerkarriere noch starker in den Köpfen von jungen Menschen zu verankern. “Wenn heute junge Erwachsene zu ihren Freunden sagen, dass sie Unternehmer werden wollen, dann sollen alle sagen: ‘Das ist eine richtig gute Idee’”, sagte Thelen. Mit einer Anekdote aus der eigenen Biografie belegte der gebürtige Bonner, dass das lange Zeit noch nicht selbstverständlich war. Als für ihn als Jugendlichen klar war, dass er ein Unternehmen gründen und aufbauen wollte, hätten seine Eltern direkt an ein Großunternehmen in der Heimatstadt gedacht: “Dann geh’ doch zur Telekom!” Eine Karriere außerhalb von Konzernstrukturen – damals für die allermeisten undenkbar.

Gründerkultur muss etabliert werden

Die Motivation allein reiche aber nicht, um neue erfolgreiche Gründergenerationen in Deutschland hervorzubringen, sagte Thelen. Das notwendige Handwerkszeug sei für junge Menschen oft nicht selbstverständlich zu erlangen. “Wir brauchen dringend andere Unterrichtsformen.“ Seien für ältere Generationen mangelnde Englischkenntnisse ein Problem, so seien für die nachwachsenden Generationen fehlende technische Kennntnisse: “Leute, die nicht programmieren können, sind die Analphabeten der Zukunft”, sagte Thelen – es lässt offen, wie er dem zukünftig begegnen möchte.