Das Bezahlen mit Smartphones haben Startups genauso für sich entdeckt wie die Big Player. Der große Boom wird bald folgen – ganz bestimmt.

Mittwoch ist künftig Kolumnentag bei WirtschaftsWoche Gründer:  Wir starten mit Julian Heck. Er ist Journalist und auf medienjournalistische und digitale Themen spezialisiert und wird künftig die boomende Fintech-Branche beleuchten.

Von Julian Heck

Wer die letzten Wochen und Monate in der FinTech-Szene aufgepasst hat, der wird feststellen, dass im Bereich Mobile Payment eine Lawine losgetreten wurde. Mobile Payment, also das mobile Bezahlen mit dem Smartphone oder gar einer Smartwatch, ist zum Trend-Thema geworden – und das über die FinTech-Branche hinaus.

Waren es bisher eher kleinere Startups oder mittelständische Unternehmen, die mobile Payment-Lösungen entwickelt haben, springen inzwischen auch die Großen auf diesen Zug auf – allen voran natürlich Apple. Mit der Vorstellung der neuen iPhone-Generation haben Tim Cook und sein Team aus Cupertino nämlich noch etwas weiteres vorgestellt: Apple Pay. Damit können Nutzer sowohl mit dem iPhone als auch mit der neuen Apple Watch bezahlen – dank der NFC-Technologie. Zwar funktioniert das hierzulande noch nicht, aber in den USA sind die ersten Monate durchaus erfolgreich verlaufen. Ob Deutschland ebenso gut startet, ist deshalb nicht garantiert. Schließlich ist noch nicht einmal die Kreditkarte so wirklich angekommen im Land der Bargeld- und Rechnungs-Zahler. Trotzdem: Die Chancen stehen nicht schlecht.

Obwohl Apple Pay der ganzen Mobile-Payment-Entwicklung sicherlich einen ordentlichen Schwung verleihen wird, ist Apple aber nicht der einzige Player, der für Furore sorgt oder sorgen möchte. Auch Samsung hat dank einer Kooperation mit dem Startup LoopPay ein eigenes Bezahlsystem angekündigt: Samsung Pay. Auch hier greift man auf NFC zurück – eine Technologie, die inzwischen fast zum Standard in Smartphones und in neuen Kartenterminals im Handel geworden ist.