Frisches Kapital für das FinTech-Start-up Moneymeets: In einer Wachstums-Finanzierungsrunde kann das Kölner Unternehmen 3,5 Millionen Euro einsammeln.

Das Kölner Start-up Moneymeets hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 3,5 Millionen Euro erhalten. Zu den bisherigen Kapitalgebern – Dieter von Holtzbrinck Ventures und den zwei Kölner Familiengesellschaften John Werner Madaus und Thomas May – gesellt sich als führender Investor der Schweizer Konzern Woodman Asset Management hinzu. Das gab Moneymeets am Montag bekannt.

Das frische Kapital bezeichnen die beiden Gründer Johannes Cremer und Dieter Fromm in einer Mitteilung als „finanzielle Basis für eine wachstumsorientierte Unternehmensstrategie“. Sie erhoffen sich von dem neuen Investor Woodman unter anderem „strategisches Know-how“.

Kritik am sozialen Netzwerk

Moneymeets wurde 2012 gegründet und sieht sich als soziales Netzwerk für Finanzthemen. Auf der Onlineplattform des Kölner FinTech-Start-ups können Anleger bei verschiedenen Fondsbanken Depots eröffnen. Zu den Kooperationspartnern zählen klassische Finanzkonzerne wie Comdirect oder auch die DAB Bank. Die Kunden sollen über das Portal die Übersicht über ihre Investitionen und Konten behalten. Das verwaltete Vermögen konnte Moneymeets in den vergangenen zwölf Monaten nach eigener Aussage um 400 Prozent steigern.

Als soziales Netzwerk bezeichnet sich das Start-up deshalb, weil Nutzer zudem ihre Strategie erklären können, ähnlich wie in Investmentclubs. Allerdings befürchten Kritiker, dass Moneymeets und Konkurrenten wie Wikifolio in eine ähnliche Falle tappen wie die analogen Vorgänger: Eine Studie der University of California zu diesem Thema hat schon im Jahr 2000 festgestellt, dass diese Vereinigungen den Markt nicht schlagen, sondern tendenziell schlechter abschneiden als der Durchschnitt, weil sich die Ansichten in einer Gruppe angleichen.

Moneymeets ist ein Partnerunternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt, zu der auch das Onlineportal WirtschaftsWoche Gründer gehört.