Der von Project-A finanzierte Werbespezialist Eyeota hat neues Kapital eingesammelt. Damit soll vor allem das internationale Geschäft vorangetrieben werden.

 

Insgesamt sieben Millionen Dollar erhält Eyeota in der Finanzierungsrunde von den japanischen Investoren Global Brain Corporation und Infinity Venture Partners. Beteiligt ist auch Project A, die Berliner hatten sich bereits im Frühjahr 2013 in den Werbespezialisten investiert. „Wir haben in Eyeota als erster Venture Capital-Geber bereits in einer sehr frühen Phase investiert, als die Umsätze noch sehr gering waren“, so Florian Heinemann, Managing Director von Project A Ventures. „Eyeota ist ein starker Treiber für den Handel von Real-Time-Advertising-Profildaten weltweit geworden, insbesondere hat der Ansatz, bekannte und relevante Offline-Datensätze digital verfügbar zu machen, sich als richtiger Schritt erwiesen”.

Eyeota analysiert Zielgruppendaten und stellt diese Mediaagenturen und Werbetreibenden zur Verfügung. „Immer mehr Agenturen wollen eigene Strategien aufbauen, wir liefern die passenden Daten“, sagt Mitgründerin Kristina Prokop.

Eyeota kann auf einen Pool von 1,5 Milliarden Profilen zurückgreifen und kombiniert dabei Offline- und Online-Daten. So werden einerseits Daten über die Nutzer von Onlineportalen wie Immobilienscout24 erhoben, aber auch klassische Daten wie das zu einer Postleitzahl gehörige Durchschnittseinkommen genutzt. „Die Verknüpfung von Offline- und Online-Daten wurde lange versprochen, wird aber bislang kaum gemacht“, sagt Prokop.

Eyeota ist ein sehr internationales Unternehmen, das Gründertrio hat die Firma parallel in Berlin, Singapur und Sydney aufgebaut. Mit dem eingeworbenen Geld soll die Expansion vorangetrieben werden, vor allem in Japan. Aber auch in europäischen Ländern wie Frankreich, Italien oder Polen soll das Geschäft gestärkt werden.