Die Schnäppchenplattform Cuponation erhält in ihrer Series-B-Finanzierung zehn Millionen Euro – unter anderem von bisherigen Geldgebern wie Rocket Internet.

Mit Schnäppchen lassen sich Kunden gewinnen, das weiß niemand besser als Rocket Internet. Ob Hellofresh oder Helpling, Mode oder Reise – fast jedes Onlineportal des Berliner Inkubators arbeitet mit Gutscheinen und Rabatten. Gebündelt hat die Start-up-Schmiede diese Sparangebote auf dem Marktplatz Cuponation.

Das Münchner Start-up, 2013 ins Handelsregister eingetragen, macht sein Geld genauso wie einst die Samwer-Brüder mit dem Groupon-Klon Citydeal: Es lebt von den Provisionen der Unternehmen. Wenn der Nutzer durch einen Rabatt über die Plattform einen Kauf abschließt, zahlt der Anbieter einen kleinen Anteil an Cuponation.

Die Welt ist nicht genug

Aber ein Land ist den Gründern – wie vielen Rocket-Start-ups – nicht genug. Das Unternehmen will weiter wachsen. Dafür hat es nun zehn Millionen Euro eingesammelt, mit dem Geld will es weiter expandieren und in neue Märkte vordringen. Ganz unbescheiden klingen dementsprechend auch die Worte von Geschäftsführer Andreas Fruth, mit denen er sich in einer Mitteilung zur aktuellen Series-B-Finanzierung zitieren lässt: „Unsere Motivation ist es, Cuponation Nutzern weltweit anbieten zu können.“

Investiert hat nicht nur erneut Rocket Internet, das frische Kapital stammt auch von Holtzbrinck Ventures, Deutsche Telekom Strategic Investments, New Entreprise Associates, E-Ventures, Ru-net, Silicon Valley Bank und Columbia Lake Partners.

Cuponation arbeitet nach eigenen Angaben mit 25.000 Shops und Marken zusammen, das Start-up ist demnach auf fünf Kontinenten in mehr als 20 Ländern aktiv. Ursprünglich war die Plattform 2012 in Indien gestartet. Im Jahr 2014 hat sie nach eigenen Angaben ein Wachstum von 670 Prozent bei den Erlösen aus den Kommissionen verzeichnet. Diese lagen laut Rocket-Geschäftsbericht insgesamt bei 4,1 Millionen Euro. Die Kommissionen machen nur einen Teil des Umsatzes des Start-ups aus. Eine offizielle Aussage zu den gesamten Erlösen macht das Start-up nicht.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Textes haben wir von einer Umsatzsteigerung von 670 Prozent gesprochen, so wie es auch in der Pressemitteilung von Cuponation heißt. Es handelt sich allerdings um die Kommissionserlöse, die nicht mit dem gesamten Umsatz gleichzusetzen sind.