Das Fintech-Startup Barzahlen ist seit zwei Jahren am Markt – an Kooperationspartnern und Investoren mangelt es den Berlinern nicht.

Wie oft wurde das Bargeld schon totgesagt? Es stimmt aber, dass immer weniger mit Bargeld bezahlt wird. Handelsfirmen prophezeien für 2018 sogar das Ende von EC- und Kreditkarten und den Aufstieg des Smartphones als Zahlungsmittel. Ein Wunschgedanke? Die Gründer des Berliner Start-ups Bezahlen.de glauben das nicht: Sie haben eine Methode entwickelt, mit der das Barzahlen im Internet möglich wird.

Und das funktioniert so: Nutzer können in mittlerweile 7500 Online-Shops, bei E.on und den Stadtwerken Düsseldorf oder auch in verschiedenen Supermarktketten mit Zahlscheinen zahlen, die ausgedruckt oder auf das Handy geschickt werden. Mit dem gehen sie an eine Supermarktkasse, lassen den Bar-Code scannen, der Supermarkt überweist das eingezahlte Geld dann auf ein Treuhandkonto von Barzahlen.de – und das Start-up leitet es schließlich an den Onlinehändler weiter, abzügöich einer Gebühr.

Das Modell kommt an: Nun hat die Baden-Badener Grenke Bank einen “einstelligen Millionenbereich” in das Start-up  investiert, wie die Gründerszene erfuhr. Mit der Kapitalspritze solle unter anderem das Bezahlsystem des Startups weiterentwickelt und neue Branchen für Kooperationen erschlossen werden. Es ist nicht die erste Investition für das erst zwei Jahre alte Start-up: Seit Oktober 2015 kooperieren die Berliner auch mit dem Fintech-Konkurrenten Number26. Auch mit Rewe besteht eine Partnerschaft.