Wenige Monate nach der Übernahme durch ProSiebenSat.1 wagt sich Amorelie nach Frankreich. Dort traut sich das Sexspielzeug-Start-up sogar auf die Straße.

Amorelie will künftig auch die französischen Nachbarn beglücken. Das Onlineportal für Sexspielzeug startete am Montag offiziell in Frankreich. Dort setzt die Plattform aber nicht allein auf Onlinehandel: In Paris traute sich Amorelie auch auf die Straße und eröffnete einen Pop-up-Store. Das sei sinnvoll gewesen, da „man dort die Produkte auch mal sehen und anfassen“ könne, hieß es in einer Mitteilung.

Neben dem Offline-Geschäft will Amorelie auch mit Werbung bekannt werden. Bereits Ende Mai startete das Start-up TV-Spots auf französischen Sendern wie TMC und NT1. Ab Juli sollen die Werbeclips auch bei Frankreichs größtem Sender TF1 zu sehen sein.

Für das Start-up, das vor wenigen Monaten mehrheitlich von ProSiebenSat.1 übernommen wurde, ist es der erste Schritt zur Internationalisierung. Gründerin Lea-Sophie Cramer hatte aber bereits in einem Interview mit dem Frauenportal „Edition F“ angekündigt, dass sie sich Expansionen in „das europäische Ausland, aber auch darüber hinaus“ vorstellen könne. Den Schritt nach Frankreich bewertete die junge Gründerin dementsprechend positiv: Sie freue sich, dass Amorelie auf einem „der größten Märkte in Europa neben dem hiesigen deutschen Markt“ Fuß fasse. Damit sei man mit der Internationalisierung einen „enormen“ Schritt vorangekommen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass künftig weitere Länder folgten, so Cramer.

ProSiebenSat.1 erklärte, dass dies der „erste Case“ sei, bei dem man einer jungen Firma aus Deutschland bei dem Schritt ins Ausland helfe. Bislang hatte das Medienunternehmen eher ausländische Start-ups wie Shopkick oder Jawbone nach Deutschland geholt. Mit 7Commerce hält der Fernsehkonzern Mehrheitsbeteiligungen an sieben Start-ups.